Die Antlitzdiagnose oder aber auch Antlitzdiagnostik genannt, ist ein alternativmedizinisches Verfahren, bei dem anhand des Gesichts bzw. der Veränderungen im Gesicht Aussagen unter anderem über funktionelle Störungen im Organ- und Energiesystem getroffen werden können.
Es handelt sich dabei nicht um ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, doch die Geschichte des Gesichtslesens reicht bis in die Zeit Hippokrates und Paracelsus zurück.
Ausserdem, ist diese diese Methode eine der ältesten Diagnosemethoden in der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Beachtet werden bei der Diagnose Veränderungen
Solche Veränderungen können sich durch Verfärbungen (z.B. Röte), Glanzbildungen, Schattenbildungen, Schwellungen oder Faltenbildungen zeigen. Durch die Antlitzdiagnose lassen sich viele Hinweise auf gesundheitliche Zustände erhalten, oft in weniger Zeit als durch stundenlange apparative Diagnostik.
In jedes Menschen Gesichte Steht seine Geschichte, sein Hassen und Lieben deutlich geschrieben. Sein innerstes Wesen, Es tritt hier ans Licht – hier kanns jeder lesen,
Verstehn jeder nicht!
(Friedrich von Bodenstedt (1819 - 1892))
Der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler (1821–1898) (Quelle: Pharmazeutische Zeitung) wurde auch vom Wissen der antlitzdiagnostischen Zeichen beeinflusst. Er begründete seine Lehre der Antlitzanalyse abseits der medizinischen Wissenschaft. Dabei nahm er an, dass sich der Mineralstoffbedarf eines Menschen in dessen Gesicht widerspiegelt. Dieser Ansatz führte zur Entwicklung der Schüssler-Salze, die gezielt eingesetzt werden, um die Mineralstoffmängel zu beheben, die er in der Antlitzdiagnose identifizierte.
In meiner Praxis in Zell (ZH), in der Nähe von Winterthur, wende ich während einer fundierten Anamnese stets die Antlitzdiagnostik an, um individuelle Gesundheitszustände gezielt zu analysieren.
Auf Basis der Antlitzdiagnose lassen sich therapeutische Schwerpunkte ableiten:
So können Prioritäten gesetzt werden (Womit beginnen wir? Was braucht zuerst Unterstützung?) und die passenden Therapien zu planen; beispielsweise Phytotherapie oder Schüssler Salze.
Aus der Neurophysiologie/Neurologie stammen vom Nervenarzt Sir Henry Head (1861–1940) die wissenschaftlich erforschten und entdeckten Head'schen Zonen. Sie beschreiben die viszerokutanen Reflexzonen.
Der Mensch hat bis zu 2 Quadratmeter Haut. Die Haut dient als Spiegel innerer Erkrankungen. Was mit den Organen nicht in Ordnung ist, kann über die Haut nach aussen sichtbar gemacht werden.
Er fand heraus, dass bestimmte Gebiete der Haut in engem Zusammenhang mit inneren Organen stehen. Als Head'sche Zonen sind sie jedem Therapeuten bekannt.
Die inneren Beschwerden oder Schmerzen der Organe köennen sich im Aussen auf den entsprechenden Zonen zeigen – also eine Art Übertragung nach aussen. Diese Hautareale besitzen somit die Eigenschaft des „übertragenen Schmerzes“.

Wichtig ist bei der Betrachtung zwischen pathophysiognomischen Zeichen und Hauterkrankungen wie Herpes, Psoriasis, Hautverbrennungen, Narben oder permanent Makeup zu unterscheiden. Auch Falten wie Lach-, Sorgen -, Kummer-, Altersfalten oder Konzentrationsfalten gehören nicht zu den pathophysiognomischen Zeichen. Entsprechend erfolgt die Diagnostik auch auf ungeschminkter Haut.
ACHTUNG:
Behandlungen wie aufgespritzte Lippen, Botox in der Stirn, Permanent Make-Up usw. kaschieren nicht nur die Falten oder Furchen sondern verändern auch die gesamte Hautstruktur.
Für eine verlässliche Antlitzdiagnostik ist es wichtig, das natürliche, ungeschminkte Gesicht zu sehen.
Eine volle Haarpracht ist für viele der Inbegriff von Schönheit. Es zeugt von einer guten Gesundheit. Bei Tieren ist ein struppiges und glanzloses Fell immer ein deutliches Zeichen einer Krankheit. Auch der Mensch spürt, dass etwas nicht Ordnung ist, wenn die Frisur nicht mehr hält. Oder wenn die Haare plötzlich büschelweise ausfallen, brüchig werden, frühzeitig ergrauen oder man gar kahlköpfig wird.
Doch was bedeutet das? Einige Hinweise geben Rückschlüsse auf Ihre Gesundheit:
Blasse Lippen beispielsweise können ein Hinweis auf Blut- oder Durchblutungsmangel sein oder auch auf eine Schwäche des Verdauungssystems insbesondere des Magens hinweisen. Trockene Lippen stehen oft für trockene Schleimhäute. Auffällige Mundtrockenheit kann Stressbelastung, Flüssigkeitsmangel oder auch Medikamenteneinfluss bedeuten. Mundgeruch kann sowohl von den Zähnen als auch vom Magen-Darm-Trakt ausgehen. Mundwinkelrhagaden zeigen oft auf eine Eisenmangelanämie hin.
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Als eidg. dipl. Naturheilpraktikerin gehört die Antlitzdiagnostik und die Pathophysiognomie zusammen mit der ausführlichen Anamnese zu meinen zentralen Grunduntersuchungen. Während der Anamnese und bei den Verlaufskontrollen beziehe ich diese Beobachtungen sowie das „Lesen“ im Gesicht und am Körper immer wieder mit ein. Dies ermöglicht es mir, gezielt auf meine Klienten einzugehen und feine Veränderungen wahrzunehmen.
Mein Ziel ist es, den Menschen als ganzheitliches Wesen zu erfassen. Die ersten Augenblicke einer Begegnung in meiner Praxis in
Zell (ZH) sind oft sehr aussagekräftig, denn die Wahrnehmung beginnt bereits bei der Begrüssung:
Nicht alle Erkrankungen lassen sich aus dem Gesicht herauslesen. Bei Krebs z.Bsp. lassen sich die betroffenen Organe in der Regel nicht lokalisieren. Auch Impf- oder Erbschäden sind schwer
auszumachen.
Auch ersetzt die Pathophysiognomie keine schulmedizinische Untersuchung wie etwa Laboranalysen. Jedoch ist es möglich, einen z.Bsp. latenten Eisenmangel bereits aus dem Gesicht "lesen" zu können, bevor schulmedizinische Diaganosemthoden diese erfassen können . Also weit bevor die Blutwerte einen effektiven
und unter Umständen massiven Mangel anzeigen.
Sie erfolgt im Rahmen einer ausführlichen Anamnese. Das Gesicht wird betrachtet, nicht „gelesen“ im Sinne einer schnellen Beurteilung, sondern ganzheitlich eingeordnet.
Die Antlitzdiagnostik kostet nichts separat. Die Antlitzdiagnostik gehört zur Anamnese und ist somit im Preis der Konsultation inbegriffen.
Grundsätzlich ja. Einschränkungen bestehen bei stark veränderter Haut, nach kosmetischen Eingriffen oder bei bestimmten Erkrankungen.
Ja, es ist prinzipiell möglich. Jedoch haben Kinder noch ein straffes Bindegewebe und ein viel besseres Regenerationssystem. Deshalb fehlen die beim Erwachsenen Menschen typischen Falten und Furchen. Daher wir das Augenmerkmal eher auf Farbschattierungen .